AKTUELL

 

KINOSTART: 22. OKTOBER 2026

Anders Anders, was uns verbindet

Eine Idee von Mehrheit

Was hält die Schweiz zusammen, wenn es das Typische gar nicht gibt? Hao Hohls neuer Dokumentarfilm Anders Anders über Mehrheit, Herkunft und schweizerische Selbstbilder. Über das, was uns verbindet, und das, was uns ausgrenzt.

Was, wenn das Schweizerischste an der Schweiz nicht das Jodeln ist, nicht das Schwingfest, nicht einmal die Landsgemeinde, sondern jenes leise Gefühl, doch nicht ganz dazuzugehören? Anders Anders nimmt diese Frage ernst. Und stellt sie Menschen, die alle, auf ihre Weise, das Land tragen. Einem ehemaligen Landammann von Appenzell. Einer jungen Frau aus der fünften Generation einer Urnäscher Streichmusikerdynastie. Einem Mundartautor mit spanischer Mutter, der sich im Film selbst als überangepassten Secondo bezeichnet. Einem nigerianischen Komponisten in St. Gallen. Einem Bauernpaar aus Nidwalden, das seit über fünfunddreissig Jahren in Oberegg lebt und noch immer den Dialekt seiner Herkunft spricht. Einer Steinmetzin in Ausbildung aus Kiew. Was sie verbindet, ist nicht die Herkunft. Es ist eine Idee von Mehrheit, an der sie alle, jeder auf seine Weise, leise zweifeln.

 

 

“Der Dokumentarfilm Anders Anders – Was uns verbindet von Hao Hohl erzählt wortmächtig – und manchmal auch bildgewaltig – von Zugehörigkeiten und Fremdheiten. “(Krebs, Saiten)

“Die beschriebenen Gefühle scheinen alle von der Liebe zum Leben grundiert: Sehnsucht, Dankbarkeit, Zugehörigkeit und Fremdheit … Der Film berührt, manchmal rühren die Geschichten zu Tränen.” (Dörig, Volksfreund)

“Mir geht es nicht darum zu sagen, jeder sei ein bisschen anders. Für mich fängt die Geschichte hier erst an. Mir geht es darum, Herkunft neu zu denken. Sie ist nicht nur die Kindheit … “ (Posavec, Tagblatt)

 

61. Solothurner Filmtage

 

ANDERS ANDERS – Was uns verbindet

Herkunft zieht Kreise, Sprache prägt Erinnerung – manchmal bleibt das Gefühl, anders zu sein. Manche verlieren ihre Herkunft, andere tragen ein schweres Familienerbe, wieder andere fühlen sich fremd im eigenen Land. Schriftsteller Pedro Lenz blickt humorvoll auf Kindheit und Dialekte, Komponist Charles Uzor macht Sehnsucht nach Heimat spürbar. Regisseurin Hao Hohl führt durch ein Mosaik von Momenten über Zugehörigkeit und das, was uns verbindet.

DIFFERENTLY DIFFERENT – What connects Us

Origins draw circles, language shapes memory – and sometimes the feeling of being different remains. Some lose their origins, others carry a heavy family legacy, still others feel foreign in their own land. Writer Pedro Lenz looks back with gentle humor on childhood and dialects, composer Charles Uzor makes his longing for home tangible. Director Hao Hohl guides us through a mosaic of moments about belonging and what connects us.

AUTREMENT AUTRE – Ce qui nous relie

Les origines tracent des cercles, la langue façonne la mémoire – parfois demeure le sentiment d’être autre. Certains perdent leurs racines, d’autres portent un lourd héritage, d’autres se sentent étrangers chez eux. L’écrivain Pedro Lenz évoque son enfance et ses dialectes, le compositeur Charles Uzor rend palpable sa nostalgie de la patrie. La réalisatrice Hao Hohl nous guide dans une mosaïque de moments sur l’appartenance et ce qui nous relie.